Die Struktur deiner URLs spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg deiner Website in den Suchmaschinen. Eine gut optimierte URL-Struktur erleichtert es nicht nur den Suchmaschinen, deine Inhalte zu verstehen und zu indexieren, sondern verbessert auch die Benutzerfreundlichkeit für deine Besucher. Eine klare und logisch aufgebaute URL kann die Klickrate erhöhen, da sie auf einen Blick erkennen lässt, worum es auf der Seite geht.
Doch viele WordPress-Nutzer verwenden die Standard-URL-Struktur, die oft aus unlesbaren Zeichen oder IDs besteht. Das kann dazu führen, dass Suchmaschinen und Nutzer weniger Vertrauen in deine Seite haben. Um dies zu vermeiden, solltest du von Anfang an eine gut durchdachte, SEO-freundliche URL-Struktur festlegen.
In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du die beste URL-Struktur für deine WordPress-Website einrichtest und welche bewährten SEO-Praktiken du dabei beachten solltest.
1. Warum ist eine SEO-freundliche URL-Struktur wichtig?
Bessere Lesbarkeit
Eine SEO-optimierte URL sollte für den Nutzer auf den ersten Blick verständlich sein. Das bedeutet, dass die URL klar widerspiegelt, worum es in dem jeweiligen Beitrag oder der Seite geht. Eine kryptische oder zu lange URL mit unnötigen Zeichen, Zahlen oder Parametern kann Nutzer abschrecken und wirkt unprofessionell.
➡ Beispiel einer schlechten URL: deineseite.de/index.php?p=1234
➡ Beispiel einer guten URL: deineseite.de/seo-tipps-wordpress
Klare URLs erhöhen das Vertrauen der Nutzer und sorgen dafür, dass sie eher auf den Link klicken.
Höhere Klickrate (CTR)
Die URL ist oft der erste Berührungspunkt mit einem potenziellen Besucher, insbesondere in den Suchergebnissen von Google. Eine saubere, keyword-optimierte URL kann die Klickrate (CTR) positiv beeinflussen, da Nutzer eher auf eine URL klicken, die das gesuchte Keyword enthält und leicht verständlich ist. Eine unstrukturierte oder zu lange URL kann hingegen abschreckend wirken.
➡ Beispiel: deineseite.de/wordpress-seo-tipps
statt deineseite.de/post-982374
.
Bessere Indexierung durch Suchmaschinen
Google und andere Suchmaschinen bevorzugen klare, strukturierte URLs. Eine URL mit relevanten Keywords hilft Google dabei, den Inhalt der Seite besser zu verstehen und entsprechend zu indexieren. Zudem fördert eine logische URL-Struktur die interne Verlinkung und verbessert die Navigation sowohl für Nutzer als auch für Suchmaschinen-Crawler.
➡ Beispiel: deineseite.de/kategorie/wordpress-seo
hilft Google zu erkennen, dass es sich um einen Beitrag aus der Kategorie „SEO“ handelt.
Vermeidung von Duplicate Content
Wenn eine Website mehrere URLs für denselben Inhalt generiert, kann es passieren, dass Google diese Seiten als Duplicate Content ansieht. Das kann zu Ranking-Problemen führen und die Sichtbarkeit der Seite in den Suchergebnissen negativ beeinflussen. Eine durchdachte URL-Struktur kann dieses Problem vermeiden.
➡ Beispiel:
deineseite.de/seo-tipps
deineseite.de/kategorie/seo-tipps
Diese zwei URLs führen zum gleichen Inhalt. Um Duplicate Content zu vermeiden, sollte eine kanonische URL (Canonical Tag) gesetzt oder eine Weiterleitung eingerichtet werden.
2. Die richtige Permalink-Struktur in WordPress einstellen
Die URL-Struktur in WordPress wird über die sogenannten Permalinks gesteuert. Standardmäßig verwendet WordPress eine wenig aussagekräftige URL-Struktur, die oft nur aus Zahlen und Zeichen besteht, was weder nutzerfreundlich noch SEO-optimiert ist. Daher ist es essenziell, diese Einstellung direkt nach der Installation anzupassen.
Permalink-Einstellungen anpassen
Um die URL-Struktur in WordPress zu ändern, gehe zu:
- Einstellungen > Permalinks im WordPress-Dashboard.
Dort findest du verschiedene Optionen zur Auswahl:
- Einfach:
deineseite.de/?p=123
– Diese Struktur ist weder leserlich noch SEO-freundlich. - Tag und Name:
deineseite.de/2025/03/20/beitragstitel
– Fügt das Datum hinzu, was die URL unnötig verlängert und bei Evergreen-Content unpraktisch ist. - Monat und Name:
deineseite.de/2025/03/beitragstitel
– Ähnlich wie „Tag und Name“, nicht ideal für SEO. - Numerisch:
deineseite.de/archiv/123
– Hat keine relevanten Keywords und ist nicht nutzerfreundlich. - Beitragsname:
deineseite.de/beitragstitel
– Dies ist die beste Wahl für SEO und Benutzerfreundlichkeit.
Empfohlene Einstellung für SEO
Die beste Wahl für eine SEO-freundliche URL-Struktur ist die Option „Beitragsname“ (/%postname%/
). Diese Option sorgt dafür, dass deine URLs klar und verständlich sind, da sie direkt den Titel des Beitrags enthalten.
Vorteile der „Beitragsname“-Einstellung:
✔ Enthält relevante Keywords für Suchmaschinen ✔ Ist kürzer und leichter zu merken ✔ Erhöht die Klickrate (CTR) in den Suchergebnissen ✔ Erleichtert die Navigation für Nutzer
Solltest du eine Website betreiben, die auf Kategorien basiert, kannst du auch die „Benutzerdefinierte Struktur“ (/%category%/%postname%/
) wählen. Dadurch wird die Kategorie vor dem Beitragsnamen in der URL angezeigt, was besonders nützlich für strukturierte Webseiten oder News-Blogs sein kann.
➡ Beispiel: deineseite.de/wordpress/seo-tipps/
Änderung bestehender URLs – Achtung!
Falls du eine bestehende Website hast und die Permalink-Struktur änderst, kann dies zu 404-Fehlern und Ranking-Verlusten führen. Um dies zu verhindern:
-
- Richte 301-Weiterleitungen für alte URLs ein (z. B. mit dem Plugin „Redirection“).
- Überprüfe interne Links und passe sie an die neue Struktur an.
- Aktualisiere die Sitemap und reiche sie in der Google Search Console erneut ein.
3. SEO-Best Practices für URLs
Eine optimierte URL-Struktur ist nicht nur wichtig für das Ranking, sondern auch für die Nutzererfahrung. Hier sind einige wichtige Best Practices, die du beachten solltest:
a) Nutze relevante Keywords
Die URL sollte das Haupt-Keyword des Beitrags enthalten, damit sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen sofort verstehen, worum es auf der Seite geht. Das Keyword sollte jedoch sinnvoll integriert werden, um eine natürliche Lesbarkeit zu gewährleisten.
✔ Gut: deineseite.de/wordpress-seo-tipps
✖ Schlecht: deineseite.de/?p=123
oder deineseite.de/wordpress-seo-tipps-keyword-optimierung-2025
b) Halte URLs kurz und prägnant
Je kürzer die URL, desto einfacher ist sie zu merken und zu teilen. Lange URLs mit überflüssigen Wörtern wirken unprofessionell und können die Klickrate senken.
✔ Gut: deineseite.de/seo-tipps
✖ Schlecht: deineseite.de/die-besten-seo-tipps-für-wordpress-im-jahr-2025
c) Vermeide Füllwörter und Stoppwörter
Wörter wie „und“, „oder“, „der“, „die“, „das“ sind für Suchmaschinen nicht relevant und verlängern URLs unnötig.
✔ Gut: deineseite.de/seo-guide
✖ Schlecht: deineseite.de/der-ultimative-seo-guide-für-wordpress
d) Vermeide Sonderzeichen und Umlaute
Sonderzeichen wie „%“, „&“ oder „?“ können Probleme mit der Darstellung und Indexierung in Suchmaschinen verursachen. Auch Umlaute sollten vermieden werden, da sie von manchen Systemen nicht korrekt interpretiert werden.
✔ Gut: deineseite.de/ueber-uns
✖ Schlecht: deineseite.de/über-uns
e) Verwende Bindestriche statt Unterstriche
Suchmaschinen interpretieren Bindestriche („-“) als Worttrenner, Unterstriche („_“) jedoch nicht. Eine URL mit Bindestrichen wird also besser gelesen und indexiert.
✔ Gut: deineseite.de/seo-freundliche-urls
✖ Schlecht: deineseite.de/seo_freundliche_urls
f) Verwende HTTPS
Google bevorzugt sichere Websites. Falls du noch kein SSL-Zertifikat hast, solltest du unbedingt HTTPS aktivieren.
✔ Gut: https://deineseite.de
✖ Schlecht: http://deineseite.de
g) Halte die URL-Struktur konsistent
Eine konsistente URL-Struktur hilft Suchmaschinen, die Navigation und Seitenhierarchie deiner Website besser zu verstehen. Dies ist besonders wichtig für Kategorien und Unterseiten.
✔ Gut: deineseite.de/blog/seo-tipps
✖ Schlecht: deineseite.de/blog/seo/wordpress-tipps-neu
h) Vermeide doppelte Inhalte mit Canonical-Tags
Falls du identische oder sehr ähnliche Inhalte auf mehreren URLs hast, solltest du mit Canonical-Tags festlegen, welche URL von Google priorisiert werden soll.
✔ Canonical URL: deineseite.de/seo-guide
✖ Doppelte URL: deineseite.de/seo-guide-2025
i) Nutze strukturierte Daten
Falls du komplexe Inhalte wie Rezepte, Veranstaltungen oder FAQs anbietest, können strukturierte Daten helfen, diese besser darzustellen und mehr Klicks in den Suchergebnissen zu generieren.
✔ Beispiel: Eine FAQ-Seite mit schema.org
-Markup kann in den Google-Suchergebnissen mit zusätzlichen Fragen angezeigt werden.
4. Weiterleitungen richtig nutzen
Warum sind Weiterleitungen wichtig?
Wenn du die URL eines bestehenden Beitrags oder einer Seite änderst, kann dies dazu führen, dass Nutzer und Suchmaschinen auf eine nicht mehr vorhandene Seite stoßen, was zu einem 404-Fehler führt. Dies kann nicht nur die Nutzererfahrung verschlechtern, sondern auch dein Ranking bei Google negativ beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, 301-Weiterleitungen einzurichten, um sicherzustellen, dass Besucher und Suchmaschinen automatisch zur neuen URL umgeleitet werden.
Unterschied zwischen 301 und 302 Weiterleitungen
- 301-Weiterleitung (Permanent Redirect): Diese Art der Weiterleitung gibt Suchmaschinen das Signal, dass die alte URL dauerhaft durch eine neue ersetzt wurde. Dadurch wird die Linkkraft (SEO-Wert) der alten Seite auf die neue übertragen.
- 302-Weiterleitung (Temporär Redirect): Wird verwendet, wenn eine Weiterleitung nur vorübergehend ist. Der SEO-Wert wird in diesem Fall nicht auf die neue Seite übertragen, weshalb sie für URL-Änderungen nicht empfohlen wird.
Wann solltest du eine 301-Weiterleitung nutzen?
✅ Wenn du die Permalink-Struktur deiner Website änderst ✅ Wenn du Seiten oder Beiträge umbenennst ✅ Wenn du alte Inhalte löschst und auf eine relevante Seite weiterleiten möchtest ✅ Wenn du eine Seite mit mehreren URLs zusammenführen willst, um Duplicate Content zu vermeiden
So richtest du eine 301-Weiterleitung in WordPress ein
Es gibt verschiedene Methoden, eine 301-Weiterleitung in WordPress zu erstellen:
1. Nutzung eines Plugins (empfohlen)
Falls du nicht technisch versiert bist, kannst du das kostenlose Plugin „Redirection“ verwenden. So richtest du eine Weiterleitung mit dem Plugin ein:
- Installiere und aktiviere das „Redirection“-Plugin über dein WordPress-Dashboard.
- Gehe zu Werkzeuge > Redirection.
- Klicke auf Neue Weiterleitung hinzufügen.
- Gib die alte URL in das Feld „Quelle URL“ ein.
- Gib die neue URL in das Feld „Ziel URL“ ein.
- Wähle „301 – Permanent Redirect“ aus und speichere die Änderung.
2. Manuelle 301-Weiterleitung über die .htaccess-Datei
Wenn du direkten Zugriff auf deine .htaccess-Datei hast (z. B. über FTP oder cPanel), kannst du die Weiterleitung auch manuell hinzufügen.
- Öffne die .htaccess-Datei im Root-Verzeichnis deiner WordPress-Installation.
- Füge folgende Zeile hinzu:
- Speichere die Datei und überprüfe, ob die Weiterleitung korrekt funktioniert.
3. Weiterleitungen mit PHP (falls nötig)
Falls du keinen Zugriff auf die .htaccess-Datei hast, kannst du in WordPress auch eine PHP-Weiterleitung setzen.
- Öffne die
header.php
oder eine spezifische Template-Datei. - Füge den folgenden Code an den Anfang der Datei:
- Speichere die Änderungen und teste, ob die Weiterleitung funktioniert.
4. Weiterleitungen mit einem SEO-Plugin (Yoast SEO oder Rank Math)
Viele SEO-Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math bieten eine integrierte Weiterleitungsfunktion. Falls du eines dieser Plugins nutzt, kannst du die 301-Weiterleitungen direkt im Plugin-Interface einrichten, ohne zusätzliche Plugins oder Code-Anpassungen.
Häufige Fehler bei Weiterleitungen vermeiden
❌ Fehlende 301-Weiterleitung nach URL-Änderungen: Sobald du eine URL änderst, solltest du IMMER eine 301-Weiterleitung einrichten, um Rankingverluste zu vermeiden. ❌ Ketten-Weiterleitungen (Redirect Chains): Wenn eine URL mehrfach weitergeleitet wird (A → B → C → D
), kann dies die Ladezeit und das Ranking verschlechtern. Stelle sicher, dass Weiterleitungen direkt von A nach D führen (A → D
). ❌ Schleifen (Redirect Loops): Wenn eine Seite sich selbst weiterleitet oder eine Endlosschleife entsteht, kann dies zu nicht erreichbaren Seiten führen. Prüfe deine Weiterleitungen sorgfältig.
Fazit – SEO-freundliche URL-Struktur in WordPress erstellen
Eine gut optimierte URL-Struktur hilft nicht nur bei der Suchmaschinenoptimierung, sondern verbessert auch die Benutzerfreundlichkeit deiner Website. Wende die oben genannten Tipps an, um deine WordPress-Website effizient für Google und deine Besucher zu gestalten.
Vergiss nicht, dass Änderungen an der URL-Struktur gut geplant sein sollten. Falls du eine bestehende Seite umbenennst oder verschiebst, denke daran, eine 301-Weiterleitung einzurichten, um den SEO-Wert zu erhalten und die Nutzererfahrung nicht zu beeinträchtigen.
Bonus-Tipp: Falls du eine neue Website startest, richte von Anfang an eine SEO-freundliche URL-Struktur ein – das spart später Zeit und Aufwand!
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